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Informationen zur Porphyrie

Porphyrie ist eine Gruppe von (meist angeborenen) Stoffwechselerkrankungen, die mit einer Störung des Aufbaus des roten Blutfarbstoffs Häm einhergehen. Betroffen sind die Enzyme der Hämbiosynthese. Die Hämsynthese ist eine Abfolge von 8 Reaktionsschritten, für die jeweils ein eigenes Enzym verantwortlich ist. Je nachdem, welches der acht Enzyme einen Defekt aufweist, reichern sich spezifische Zwischenprodukte in den verschiedenen Organen an und verursachen die für die jeweilige Porphyrie typischen Symptome, die sich teils erheblich voneinander unterscheiden. Allen Porphyrien ist die Ansammlung verschiedener Porphyrinen oder Porpyhrinvorstufen im Körper gemeinsam. Bestimmte Mengen dieser Moleküle sind dann giftig für verschiedene Gewebe und Organe und verursachen eine Vielzahl von Symptomen.

 

Der Urin mancher Porphyriepatienten kann aufgrund überschüssiger Porphyrine eine rötlich bzw. bräunliche Farbe aufweisen.


Die genetischen Mutationen sind je nach Variante unterschiedlich.

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Entsprechend der Anzahl der Enzymdefekte existieren verschiedene Varianten der Porphyrie. Diese können aufgeteilt werden in „akute Porphyrien“, in „kutane Porphyrien“ (= die Haut betreffend) und Porphyrien, die sowohl akut als auch die Haut betreffend sind.

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Akute Porphyrien sind die folgenden:
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Akute und Kutane Porphyrien (gemischte Porphyrien):
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Kutane Porphyrien (die Haut betreffend, nicht akut):
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Details zu den einzelnen Porphyrie-Arten

Akute Intermittierende Porpyhrie (AIP)​
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  • Häufigste akute Porphyrie-Variante

  • Rein neuroviszeral

  • führt zu Symptomen im Gastrointestinaltrakt, im Zentralen Nervensystem und im Herz-Kreislauf-System

  • anfallsartige Krankheitsattacken, die Tage bis Wochen anhalten

  • Keine Hautveränderungen

  • Ausbruch der Erkrankung: meist in oder nach der Pubertät

  • Frauen sind aufgrund hormoneller Faktoren dreimal so häufig betroffen wie Männer

  • Vorkommen: 5-10 pro 100.000 Einwohner

  • Defizienz des 3. Enzyms in der Hämbiosynthese (PBG-Deaminase)

  • In akuter Attacke über ALA und PBG im Urin nachweisbar

  • defektes Gen: Hydroxymethylbilane Synthase (HBMS), PBG-Deaminase (PBGD)

  • Die Vererbung erfolgt autosomal-dominant, somit besteht die Wiederholungswahrscheinlichkeit bei Kindern zu 50%.

  • Diagnostik: ALA, PBG und Porphyrine erhöht, Plasmafluoreszenz-Scan bei 618-620

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weiter unten findet ihr Informationen zu: Symptome, Trigger, Diagnostik und Therapie

ALA-Dehydratase-Defekt-Porphyrie (ALAD)/ Doss-Porphyrie
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  • Extrem seltene Porphyrie-Variante, es gibt nur ca. 10 Fälle weltweit, und dies sind nur Männer
  • Rein neuroviszeral, Schmerzen

  • Keine Hautveränderungen

  • Defizienz des 2. Enzyms in der Hämbiosynthese (ALA Dehydratase)

  • defektes Gen: Aminolävulinsäuredehydratase (ALAD)

  • die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv, d.h. der Betroffene muss von beiden Elternteilen ein defektes Gen erhalten haben

  • Diagnostik: ALA im Urin erhöht, PBG normal oder leicht erhöht, Plasmafluoreszenz-Scan bei 615-619

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weiter unten findet ihr Informationen zu: Symptome, Trigger, Diagnostik und Therapie

Porphyria Variegata (PV)
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  • Gemischte Porphyrie, d.h. akut und kutan (die Haut betreffend)

  • Sowohl neurologische als auch Hautsymptome

  • Beginn: häufig 2. bis 4. Lebensjahrzehnt

  • betrifft hauptsächlich Frauen

  • Dysfunktion des 7. Enzyms in der Hämbiosynthese (Protoporphyrinogenoxidase (PPOX))

  • VP kommt vorwiegend in Südafrika vor, in Deutschland sehr selten

  • Hautprobleme: Blasen (teils stark juckend), Pusteln, Erosionen, Krusten, Milien, juckende Haut, trockene Haut, leicht verletzliche Haut, schlechte Wundheilung, Narben, weiße Flecken auf der Haut, Hyperpigmentierung

  • Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung

  • Parästhesien, motorische und sensorische Ausfälle, Lähmungserscheinungen, Lähmungen der Arme und/oder Beine

  • Vermehrte (Gesichts-)Behaarung (Hypertrichose)

  • Hautveränderungen ähnlich wie bei PCT und HCP

  • Neuropsychiatrische Symptome ähnlich wie AIP, HCP und ALAD

  • In der Urinanalyse einer akuten Attacke sind die Porphyrin-Vorläufer ALA und PBG mäßig bis stark erhöht, weniger als bei AIP. Wichtig ist hier die Stuhlanalyse, die eine erhöhte Ausscheidung von Proto- und Koproporphyrinen zeigt (üblicherweise: Proto höher als Kopro).

  • Plasmafluoreszenz-Scan bei 625-627 (charakteristisch für VP!)

  • Genanalyse: defektes Gen: Protoporphyrinogen Oxidase (PPOX)

  • Die Vererbung erfolgt autosomal-dominant, somit besteht die Wiederholungswahrscheinlichkeit bei Kindern zu 50%.

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weiter unten findet ihr Informationen zu: Symptome, Trigger, Diagnostik und Therapie

Hereditäre Koproporphyrie (HCP)
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  • Sowohl neurologische Symptome als auch Hautsymptome

  • Hautveränderungen seltener als bei der Porphyria Variegata, dann ähnlich wie bei der Variegata

  • Akute neurologische Attacken

  • Manifestationsalter üblicherweise nicht vor der Pubertät

  • Defekt des 6. Enzyms der Hämbiosynthese

  • defektes Gen: Coproporphyrinogen Oxidase (CPOX)

  • Die Vererbung erfolgt autosomal-dominant, somit besteht die Wiederholungswahrscheinlichkeit bei Kindern zu 50%.

  • Diagnostik: ALA + PBG leicht erhöht, weniger als bei AIP, Porphyrine erhöht, insbesondere im Stuhl, Plasmafluoreszenz-Scan bei 618-620

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weiter unten findet ihr Informationen zu: Symptome, Trigger, Diagnostik und Therapie

Porphyria cutanea tarda (PCT)
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  • Häufigste Porphyrie-Form

  • Reine kutane (die Haut betreffende) Porphyrie

  • Manifestation üblicherweise zw. 40-50 Jahren

  • Moderate Lichtempflindlichkeit

  • Hautprobleme: Blasen, Pusteln, Erosionen, Krusten, trockene Haut, Hyperpigmentierung

  • Vermehrte (Gesichts-)Behaarung (Hypertrichose)

  • Erhöhter Serum-Eisen-Spiegel

  • Lebererkrankungen üblich

  • Es gibt die erworbene Form (70-80% der Fälle) und die hereditäre/vererbte (20-25% der Fälle) PCT

  • Defekt des 5. Enzyms der Hämbiosynthese (Uroporphyrinogenkarboxylase (UROD)

  • Defektes Gen: Uroporphyrinogen-Decarboxylase (UROD)

  • Die Vererbung erfolgt autosomal-dominant, somit besteht die Wiederholungswahrscheinlichkeit bei Kindern zu 50%.

  • Therapie: Aderlass-Therapie (reduziert die übermäßige Eisenspeicherung und lindert somit die Symptome) oder Hydroxychloroquin-Therapie

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weiter unten findet ihr Informationen zu: Symptome, Trigger, Diagnostik und Therapie

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Erythropoetische Protoporphyrie (EPP)
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  • Rein kutane Porphyrie

  • Hautprobleme

  • Schmerzen, Juckreiz, Brennen und Stechen auf der Haut innerhalt von Minuten nach Lichteinwirkung

  • sichtbare Hautsymptome jedoch erst ½ Std. bis mehrere Stunden nach Lichtexposition

  • keine Blasenbildung und Vernarbungen wie bei anderen kutanen Varianten

  • Symptome treten eher im Frühjahr und Sommer auf

  • Wenn der Schutz der Haut über längere Zeit vernachlässigt wird, kann sich eine raue, verdickte und lederartige Haut entwickeln

  • Manifestationsalter: Bereits im frühen Kindesalter

  • Gallensteine häufig

  • bei etwa 10% tritt eine chronische Lebererkrankung auf​

  • Dysfunktion des 8. Enzyms des Hämbiosynthesewegs (Ferrochelatase (FECH))

  • Defektes Gen: Ferrochelastase (FECH)

  • Die Vererbung erfolgt autosomal-dominant, somit besteht die Wiederholungswahrscheinlichkeit bei Kindern zu 50%.

  • Plasmafluoreszenz-Scan bei 634 nm (charakteristisch für EPP)

  • Alleinige Untersuchung des Bluts ist ausrechend, Urinanalyse kann unterbleiben.

  • Behandlung mit α­-MSH­-Analogon Afamelanotid (Scenesse®)

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weiter unten findet ihr Informationen zu: Symptome, Trigger, Diagnostik und Therapie​

kongenitale erythropoetische Porphyrie (CEP)
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  • Manifestationsalter: frühe Kleinkindalter

  • Lichtempfindlichkeit, die zu Blasenbildung und brüchiger Haut führt

  • Später können bräunliche, fluoreszierende Zähne, verstärkter Haarwuchs und ausgeprägte Narbenbildung auftreten. In einigen Fällen kann es zum Verlust von Fingern und Zehen sowie Knorpel in Ohren und Nase kommen.

  • Anämie (Blutarmut)

  • Defekt des 4. Enzyms des Hämbiosynthesewegs

  • die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv, d.h. der Betroffene muss von beiden Elternteilen ein defektes Gen erhalten haben

  • defektes Gen: Uroporphyrinogen-III-Synthase

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weiter unten findet ihr Informationen zu: Symptome, Trigger, Diagnostik und Therapie​

Hepatoerythropoetische Porphyrie (HEP)
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  • Symptome ähnlich der PCT

  • Erhöhte Hautverletzlichkeit

  • Beginn üblicherweise im frühen Kleinkindalter

  • Defekt des 5. Enzyms des Hämbiosynthesewegs

  • die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv, d.h. der Betroffene muss von beiden Elternteilen ein defektes Gen erhalten haben

  • defektes Gen: Uroporphyrinogen Decarboxylase (UROD)

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weiter unten findet ihr Informationen zu: Symptome, Trigger, Diagnostik und Therapie​

X-chromosomal dominante Protoporpyrie​​ (XLPP)

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  • sehr ähnlich wie erythropoetische Protoporphyrie (EPP) 

  • Manifestationsalter: Bereits im frühen Kindesalter

  • Vorkommen: weniger als 1 : 1.000.000
  • Männer meistens schwer betroffen, bei Frauen kann das Erscheinungsbild stark variieren
  • Rein kutane Porphyrie

  • Hautprobleme

  • Schmerzen, Juckreiz, Brennen und Stechen auf der Haut innerhalt von Minuten nach Lichteinwirkung

  • keine Blasenbildung

  • Schwellung und Rötung der Haut

  • Symptome treten eher im Frühjahr und Sommer auf

  • Gallensteine häufig

  • bei etwa 10% tritt eine chronische Lebererkrankung auf​

  • in 50 % der Fälle kommt es zu einer Anämie

  • ist auf vererbte Erhöhung der Aktivität der Delta-Aminolävulinsäure-Synthase-2 zurückzuführen

  • defektes Gen: Veränderung im ALAS2-Gen auf dem X-Chromosom

Harderoporphyrie (HARPO)
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  • extrem seltene Variante - es sind nur wenige Fälle (<10) weltweit bekannt, Neugeborene sind teils direkt nach der Geburt gestorben

  • zeichnet sich durch Neugeborenen-Anämie, Gelbsucht, vergrößerte Leber und Milz sowie  später lebenslange Photosensitivität (Lichtempfindlichkeit) aus

  • weist nicht das typische Erscheinungsbild einer Porphyrie aus

  • führt zu einer Akkumulation des Vorläufers Harderoporphyrinogen, das sich zu Harderoporphyrin autoxidiert

  • Erhöhte Mengen an Porphyrinen, insbesondere Harderoporphyrin, werden im Urin und Stuhl gefunden​

  • die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv, d.h. der Betroffene muss von beiden Elternteilen ein defektes Gen erhalten haben

  • Mutation/ defektes Gen: Coproporphyrinogen Oxidase (CPOX)

  • (die Porphyrie-Variante Hereditäre Koproporphyrie ist auch durch die Mutation des CPOX-Gens verursacht, dort ist jedoch nur eine Kopie von dem Gen mutiert.)

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Mögliche Symptome

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Symptome bei den akuten Porphyrien (AIP, ALAD, PV, HCP)​
(treten häufig auf, insbesondere in einem Anfall)
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  • Bauchschmerzen (teils kolikartig), Flankenschmerzen, Gliederschmerzen, Schmerzen in: Extremitäten, Rücken, Nacken, Magengegend, Kopf, Brust

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  • Allgemeine Schwäche, Muskelschwäche, Gliederschwäche, Erschöpfung, Müdigkeit, Schlaflosigkeit

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  • Magen-Darm-Trakt: Verstopfung, Durchfall, spastischer Dickdarm, Übelkeit, Erbrechen, Aufstoßen, Blähungen

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  • Brennen, Missempfindungen, Juckreiz, Kribbeln (Parästhesien), Taubheitsgefühl, Lähmung, Atemprobleme, Atemkollaps, Atemlähmung, Verlust von Sinnesempfindungen, neurologische Ausfälle, Krampfanfälle, Tics, Zuckungen, Hitzegefühl, leicht erhöhte Temperatur, Sehstörungen, Schwindel, epileptische Anfälle

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  • Dunkler oder rötlicher Urin, insbesondere nach Lichtexposition (Sonnenlicht oder UV-Strahlung)

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  • Verwirrtheit, Angst, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Halluzinationen, Depression, psychiatrische Symptome, Panik, Unruhe, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Zittern, Zwangsstörungen, Hysterie, Paranoia, Schizophrenie, manisch-depressive Erkrankungen

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  • Hormonelle Probleme: Prämenstruelle Syndrom (PMS), Reaktion auf Progesteron, Reaktion auf die Pille

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  • Allergische Reaktionen

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  • Herz-Kreislauf-System: Schneller Herzschlag, Herzklopfen, Blutdruckhochdruck

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  • Unverträglichkeit von: Stress, Medikamente, Alkohol, Zigarettenrauch, Koffein, Pestizide, Endotoxine, Duftstoffen, Gasen, Benzin, Farben, Chemikalien, Anästhetika, div. Lebensmittel, Vitaminen, Kräutern, elektromagnetischen Feldern, Kälte, Hitze, Licht, laute Geräusche/ Lärm

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  • Immunschwäche (nicht HIV)

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  • Nieren-/Blasenprobleme

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  • Niedriges Natrium im Blut (Hyponatriämie)

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  • Heißhunger auf Kohlenhydrate/ Zucker

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  • Vermehrtes Schwitzen oder Unfähigkeit zu Schwitzen

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  • Schwierigkeiten beim Kauen, Schlucken oder Sprechen

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Symptome bei den kutanen Porphyrien (CEP, HEP, PCT, PV, EPP und XLP)​

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  • Hautprobleme​

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  • ​Sonnen- und Lichtunverträglichkeit​

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  • Bei Haut, die der Sonne ausgesetzt ist: Pusteln, Blasen, Hautausschläge, Erosionen, Juckreiz, Schwellungen, Hautrötungen, Trockenheit, Sonnenempfindlichkeit, schnell verletzbare/ zerbrechliche Haut, schlechte Wundheilung, Narben, Veränderung der Pigmentierung und Hautfarbe

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  • Bei CEP und HEP: Vernarbungen, Absterben des Gewebes und Entstellungen möglich (Verlust von Nase, Lippen, Ohrmuscheln, Fingerteilen usw.)

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  • Bei EPP: In frühen Stadien der Sonnenexposition trotz Schmerzen keinerlei sichtbare Veränderungen an der Haut, später (nach 12–24 Stunden) Rötungen und Schwellungen​

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Trigger der akuten Porphyrien

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  • Stress

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  • Verminderung der Kohlenhydratzufuhr (Fasten, Diät zur Gewichtsreduzierung, insbesondere low-carb-Diät, Unterzuckerungszustände)

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  • Alkohol

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  • Rauchen

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  • Infektionen (z.B. Grippe, Corona)

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  • Entzündungen

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  • Hormone (Progesteron: Ende des Zyklus/ Beginn Periode; Östrogen: Eisprung; Antibabypille; Hormonspirale, hormonelle Schwankungen, Schwangerschaft)

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  • Porphyrie-unverträgliche Medikamente (siehe www.porphyriadrugs.com oder www.drugsporphyria.net)
    Viele Medikamente werden nicht vertragen und führen zu einer Verschlimmerung des Zustandes des Patienten, da durch die Medikamente die Aktivierung eines körpereigenen Entgiftungssystems zu einer vermehrten Hämgruppen-Synthese führt, was die Menge an Häm-Zwischenprodukten erhöht und damit die Symptome verschlimmert.

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  • Operationen

  • schwere Allergien

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Trigger der kutanen Porphyrien

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  • Sonnenlicht (auch im Auto)

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  • UV-Licht

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  • starke Lichtquellen (z.B. Operationslampen, medizinisch Lampen)

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bei PCT (Porphyria cutanea tarda) zusätzlich:

  • Eisenüberladung

  • Hormone (insb. Östrogene)

  • Alkohol

  • Rauchen

  • Hepatitis-C-Virus

  • HIV

  • Hämochromatose (Eisenüberladungskrankheit)


 

Eine erworbene Porphyrie kann z.B. durch eine Bleivergiftung, Alkohol, Leber- und auch Blutkrankheiten hervorgerufen werden.

Trigger

 

 

 

 

  (siehe auch: "Kliniken & Labore")

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  • Labortests: Nachweis spezifischer Porphyrin-Vorläuferstoffe in Urin, Blut, Stuhl-Untersuchung, alles sollte in Alufolie eingewickelt werden, da lichtempfindlich

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  • Gentest

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  • Kleiner „Vorab-Eigentest“/ der „Poor Man's Porphyria Test": eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen einfachen Test, der früher zur Diagnose von Porphyrien verwendet wurde, insbesondere der akuten intermittierenden Porphyrie (AIP). Dieser Test beinhaltet die Beobachtung der Urinfarbe unter UV-Licht oder Sonne. Bei Vorliegen einer Porphyrie kann der Urin unter UV-Licht oder in der Sonne nach ein paar Stunden eine rötliche bis bräunliche Fluoreszenz zeigen/ sich rötlich bzw. bräunlich verfärben, was auf erhöhte Porphyrinwerte hindeutet. 

Diagnostik

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​Therapie bei akuten Porphyrien​

 

"Eigentherapie" bei milden Symptomen

 

  • ​regelmäßiges (ca. alle 3 Stunden) kohlenhydrathaltiges Essen

  • Traubenzucker (gibt es z.B. im Supermarkt in der Backabteilung)

  • wenn möglich Beseitigung der Trigger

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Therapien im Krankenhaus bei akuter Attacke​​​

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Die Behandlung einer Porphyrie bleibt spezialisierten Kliniken/Zentren vorbehalten, siehe "Kliniken".​​​​​​

 

  • Glukoseinfusionen​​​​

  • Hämarginat-Infusionen (Normosang), idealerweise gegeben mit Humanalbumin zur besseren Verträglichkeit und zum Schutz der Venen

  • Givosiran-Injektionen (Givlaari)

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​​​​​​Therapie bei EPP

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  • Schutz vor Sonnenlicht (-> shadow-jumpers), Vermeidung von Sonneneinstrahlung durch den Einsatz von Schutzkleidung und lichtundurchlässigem Sonnenschutzmittel

  • ​​Afamelanotid (SCENESSE)

Therapien

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